Soldaten ziehen ab, Ärzte kommen – Afghanen haben Hilfe bitter nötig

Die Soldaten ziehen ab, die Ärzte kommen: Denn nun geht es darum, die medizinische Versorgung in Afghanistan zu verbessern. Und hier ist Hilfe auch bitter nötig.

„Das Niveau der medizinischen Versorgung in Afghanistan ist sehr, sehr schlecht“, konstatiert Dr. Azim Mosafer, Oberarzt am Zentralklinikum Bad Berka bei Weimar, im Gespräch mit Medscape Deutschland. „Ich beobachte die Entwicklung seit 2001“, so der Wirbelsäulenchirurg, der selbst aus Afghanistan stammt und mehrmals im Jahr in sein Heimatland fährt.

Es hat sich eine teure, privatisierte Medizin entwickelt

„Wir richten unsere Bitte an die Kollegen, uns bei diesem humanitären Vorhaben zur Seite zu stehen.“
Dr. Azim Mosafer

Theoretisch wird jeder Afghane in den städtischen Kliniken umsonst behandelt. Doch die Realität sehe ganz anders aus, erzählt Mosafer. „Es hat sich ein System der privatisierten Medizin entwickelt. In Kabul gibt es beinahe kein Hochhaus, das nicht zugepflastert ist mit Ärzteplakaten.“ Die medizinische Behandlung ist sehr teuer geworden, und „von der Qualität her ist es schlechter, als man es sich vorstellen kann“.

Diese „Gesundheitsindustrie“ funktioniere überhaupt nicht. Deshalb werden die Patienten, die es sich leisten können, etwa für Diagnostik und gegebenenfalls Operationen nach Pakistan oder Indien geschickt. „Die Nachbehandlung in Afghanistan ist dann auf dem Nullniveau.“  Patienten, denen das zu teuer ist, müssten sehen, wo sie bleiben. Oft ist es für die Bevölkerung kaum möglich, überhaupt medizinische Hilfe zu bekommen.

Den ganzen Artikel lesen Sie hier. | Quelle: http://deutsch.medscape.com/

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