Telemedizinisches Netzwerk

TMZ Mazar-i-Sharif

TMZ Kabul

TMZ Herat

TMZ Jalalabad

TMZ Kandahar

Die Telemedizin ermöglicht eine medizinische Versorgung und überwindet geografische, ethnische, religiöse und gesellschaftliche Hindernisse. Sie kann auch in Echtzeit und trotz grosser Entfernung weltweit durch Videoübertragung effiziente Hilfe für die Behandlung der Patienten leisten.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Pilotprojektes Afghan-europ-telemedizin wurde im November 2012 das Telemedizin-Projekt zunächst in den Provinzhauptstädten mit einer medizinischen Hochschule gestartet.

Ziel ist die Einbindung aller District-Krankenhäuser in Afghanistan.

Wir stellen unsere Infrastruktur allen Kollegen im In- und Ausland zur Verfügung.

NGO in Afghanistan übernimmt die landesweite Expansion der Telemedizin

HEALTHO ist eine in Afghanistan seit 2011 registrierte NGO und ist Landesweit in Projekten aktiv. Der ADAV-Weimar und Healtho führten bis 2016 eine zeitlich begrenzte Kooperation bei der Entwicklung und Durchführung der Telemedizin in Afghanistan.

Im Zuge der landesweiten Realisierung der Telemedizin wurde die gesamte Logistik des Projektes an Healtho übertragen. Der erste Vorsitzende der NGO Healtho, Dr. Ranzomal, fungiert schon  seit 2014 als Koordinator der Afghan Telemedicine  (Afghan-German-Telemedizin). Healtho hat sich in der Zeit als ein kompetenter, zuverlässiger und in Afghanistan landesweit gut vernetzter Partner erwiesen.

Der ADAV-Weimar e.V. kann nun das sich seit 2014 in Provinzen bewerte Projekt landesweit realisieren. Die administrativen Aufgaben, insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium, haben sich trotz des Entgegenkommens und  Verständnisses der zuständigen Beamten als sehr Zeitintensiv dargestellt. Daher müssten wir den Zeitplan für die Realisierung des Projektes neu berechnen.  Die Realisierung des Telemedizin Netzwerkes wird in Stufen statt finden. Diese Vorgehensweise entspricht auch den momentanen finanziellen Möglichkeiten des Projektes.

Telekonfrenz Ghani (2)

In November 2014 erfolgte eine einstündige Telekonferenz  mit dem neuen gewählten Präsidenten Ashraf Ghani Ahmadsai. Hier wurden die Akteure, u.a. ADAV-Weimar e.V., aufgefordert Konzepte für eine Verbesserung der medizinischen Ausbildung und medizinische Versorgung, ins besondere Telemedizin, vorzulegen.

Besuch bei First Lady Frau Rula Ghani, Frau des afghanischen Staatspräsidenten Aschraf Ghani Ahmadsai und Vorlage des Konzeptes für Telemedizin. 

Im April 2015 hat ADAV-Weimar e.V. ein Konzept für Telemedizin in Arg der afghanischen First Lady und anschließend dem Gesundheitsministerium vorgelegt. Das dem Gesundheitsministerium vorgelegte Konzept basiert auf der Erfahrung des ADAV-Weimar e.V..  Seit 2010 entwickelt der IT-Unternehmen TecArt in Erfurt in Zusammenarbeit mit dem ADAV-Weimar e.V.  die Software unter strenger Berücksichtigung  der bestehenden Infrastruktur in Afghanistan weiter. Im Jahre 2014 wurden im Rahmen des Pilotprojektes die Patienten via elektronischer Patienten-Akte in den fünf Provinzen sowohl im Inland als  auch im Ausland vorgestellt.

Dabei ist das System in der Lage alle medizinische Fachrichtungen selektiv im Telemedizin Netzwerk zu vernetzen. Durch die Vergabe der Zugangsrechte ist das Programm in der Lage sowohl fachspezifische- als auch administrative- und Verwaltungsaufgaben in den Krankenhäusern zu übernehmen.

Während des Pilotprojektes 2014- Juni 2015 wurden alle Fachrichtung der Medizin (ausgenommen Psychiatrie) zwischen den Universitäten Kabul, Mazar e Sharif, Jalalabad, Herat und Kandarhar vernetzt. Während dieser Phase wurde die Software weiterentwickelt und die Organisations- und Administrationsmodelle ausprobiert.

Knapp eine Tonne Geräte für Telemedizin nach Afghanistan gesendet

Im Frühjahr 2017 konnten knapp  eine Tonne medizinische Geräte nach Afghanistan gesendet werden. Die Geräte wurden mit Hilfe der Weimarer Firma „Drauf und Dran“ fachgerecht verpackt  und per Luftfracht nach Kabul/Afghanistan gesendet. Die Geräte ermöglichen eine effektive und gezielte Hilfe für die medizinische Versorgung der Patienten und dienen gleichzeitig dem Ausbau der Telemedizin in Afghanistan, denn die Befunde können papierlos als  elektronische Datei direkt in die elektronische Patientenakte eingebunden werden.

 

Sendung für TM Netzwerk (2)

Soldaten ziehen ab, Ärzte kommen – Afghanen haben Hilfe bitter nötig

Die Soldaten ziehen ab, die Ärzte kommen: Denn nun geht es darum, die medizinische Versorgung in Afghanistan zu verbessern. Und hier ist Hilfe auch bitter nötig.

„Das Niveau der medizinischen Versorgung in Afghanistan ist sehr, sehr schlecht“, konstatiert Dr. Azim Mosafer, Oberarzt am Zentralklinikum Bad Berka bei Weimar, im Gespräch mit Medscape Deutschland. „Ich beobachte die Entwicklung seit 2001“, so der Wirbelsäulenchirurg, der selbst aus Afghanistan stammt und mehrmals im Jahr in sein Heimatland fährt.

Es hat sich eine teure, privatisierte Medizin entwickelt

„Wir richten unsere Bitte an die Kollegen, uns bei diesem humanitären Vorhaben zur Seite zu stehen.“
Dr. Azim Mosafer

Theoretisch wird jeder Afghane in den städtischen Kliniken umsonst behandelt. Doch die Realität sehe ganz anders aus, erzählt Mosafer. „Es hat sich ein System der privatisierten Medizin entwickelt. In Kabul gibt es beinahe kein Hochhaus, das nicht zugepflastert ist mit Ärzteplakaten.“ Die medizinische Behandlung ist sehr teuer geworden, und „von der Qualität her ist es schlechter, als man es sich vorstellen kann“.

Diese „Gesundheitsindustrie“ funktioniere überhaupt nicht. Deshalb werden die Patienten, die es sich leisten können, etwa für Diagnostik und gegebenenfalls Operationen nach Pakistan oder Indien geschickt. „Die Nachbehandlung in Afghanistan ist dann auf dem Nullniveau.“  Patienten, denen das zu teuer ist, müssten sehen, wo sie bleiben. Oft ist es für die Bevölkerung kaum möglich, überhaupt medizinische Hilfe zu bekommen.

Den ganzen Artikel lesen Sie hier. | Quelle: http://deutsch.medscape.com/

Afghanistan im November 2015

Anders als die Jahre zuvor flogen wir diesmal von Deutschland aus zuerst nach Mezar-e-Sharif, um dort das jährliche Afghanisch-Deutsche Medizinische Symposium durchzuführen, ein Novum, weil dies bisher immer in Kabul stattfand.
In der Aula des mit Deutscher Hilfe von 2007 bis 2011 wiederaufgebauten Universitätsklinikums Mezar-e-Sharif startete nach einem Festakt der fachliche Teil, Hauptschwerpunkt war wie die Jahre zuvor Telemedizin. Den gesamten Bericht finden Sie hier:

ADAV-Reisebericht 2015

Koordinator für Frauenheikunde

Wir sind froh Fr. Dr. Ghafoorie in unserem Team zu begrüßen. Sie wird sich um die Koordination der Gynäkologischen Patienten und um die Betreuung der Kollegen der Gynäkologie für TM kümmern.

Shaima Ghafoorie

Frau Dr. med. Shiama Ghafoorie

Koordinator für Frauenheilkunde
Fach Gynäkologie,
Afghan-Telemedizin-Network

10. Afghan-German-Symposium

Afghan Telemedicine Network

Reisebericht Afghanistan Nov. 2014

von Dr. C. Eisfeldt

Für mich war es nun das 8.Jahr des Direkteinsatzes in Afghanistan seit Gründung unserer NGO (Afghanisch-Deutscher-Ärzte-Verein Weimar e.V.) im Jahre 2004, wie voriges Jahr reisten wir (die Stammmannschaft sind Dr.A.Mosafer, Oberarzt der Wirbelsäulenchir. Klinik Bad Berka und ich) zusammen mit Kollegen Dr. M.Mosafer aus dem St. Petrus-Krankenhaus Bonn, der sich gut auf dem Gebiet der Sportmedizin und Arthroskopien auskennt per Flug via Istanbul (Direktflüge aus dem Westen gibt es seit 3 Jahren nicht mehr) über den schneebedeckten Hindukusch nach Kabul, das zu unserer Überraschung durch einen frühen Wintereinbruch sich ebenfalls in Schnee präsentierte.

Den gesamten Bericht finden Sie in den folgenden PDF- Dokumenten:

ADAV Reisebericht 1+2-1

ADAV Reisebericht 3+4-1

ADAV Reisebericht 5+6

ADAV Reisebericht 7+8

ADAV Reisebericht 9-11